
Yoga in einer alternden Gesellschaft – Wege zu Langlebigkeit und Würde – Birgit Huber
Europa steht vor einem tiefgreifenden demographischen Umbruch. Bis 2050 wird fast ein Drittel der Bevölkerung über 65 alt sein. Zugleich ist Altern längst nicht mehr nur eine kurze Lebensphase am Ende, sondern ein eigener, langer Abschnitt voller Möglichkeiten – und voller Fragen.
Im ersten Teil widmet sich der Vortrag den Chancen und Herausforderungen dieser Entwicklung mit den Stichworten Longevity, Pflege und Demenz. Im zweiten Teil wird gezeigt, dass und inwiefern Yoga eine einzigartige Antwort auf diese gesellschaftliche Entwicklung sein kann. Dabei wird auf körperlich-medizinische Perspektiven, die kognitive und psychische Dimension, gesellschaftliche Aspekte und die spirituell-philosophische Dimension eingegangen. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse verbinden sich hier mit der Praxis jahrtausendealter Weisheit. Der Vortrag schließt mit einer persönlichen Zukunftsvision und einem Plädoyer: Yoga kann eine Kulturtechnik des Alterns und ein substanzieller gesellschaftlicher Beitrag zu Gerechtigkeit und Teilhabe sein. Eine gemeinsame Meditation, die symbolisch für den Beitrag von Yoga zu einer alternden Gesellschaft stehen kann, ergänzt die Wissensvermittlung durch die Erfahrungsdimension.
Erkunden wir gemeinsam, wie Yoga uns nicht nur länger leben lässt, sondern auch tiefer, würdevoller und verbundener!
Birgit Huber ist promovierte Kulturwissenschaftlerin, Theologin und Yogalehrerin BDY/EYU und unterrichtet Yoga seit 2006. Vor mehr als 10 Jahren hat sie sich spezialisiert auf Yoga für Menschen mit physischen und kognitiven Einschränkungen und hat seitdem u.a. Schüler:innen mit MS, Querschnitt- und Halbseitenlähmung, Prothesen, Trisomie 21 und mit verschiedenen Schweregraden von Demenz unterrichtet. Die Basis dafür bilden zertifizierte Aus- und Weiterbildungen bei Jivana Heyman (San Francisco) und Matthew Sanford (Minnesota). Ausserdem hat sie sich im Bereich Kommunikation mit dementen Menschen (Validation nach Naomi Feil) zur Validationsanwenderin und –gruppenleiterin sowie im Bereich Bewegung mit dementen Menschen qualifiziert. Sie ist außerdem zertifiziert im Bereich Sturzprophylaxe (OTAGO), ist Übungsleiterin für Rollator Training und zertifizierte Demenzexpertin (DEKRA). Durch ihre Ausbildung in geistlicher Gesprächsführung verbindet sie ihre Praxis mit einer spirituellen Dimension, die den ganzen Menschen im Blick hat. Momentan arbeitet sie an einem Buch zu Yoga und Demenz. Ab Oktober 2025 wird sie ihre Vision von Accessible Yoga ausserdem auch im Vorstand von Yoga Austria/BYO einbringen.
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